RSV Urbach lässt erneut Punkte liegen; nur 2:2 beim FV Wiehl

So langsam wird es ärgerlich. Erneut muss sich die Mannschaft von Angelo Mule mit nur einem Punkt begnügen, obwohl auch diesmal mehr drin gewesen ist.

Das 2:2 Unentschieden beim FV Wiehl zeigte einmal mehr die Schwächen der Mannschaft auf.

Zunächst begann alles ganz entspannt und die Urbacher waren von Beginn an Herr der Lage, ohne jedoch zu einer großen Zahl von Chancen gekommen zu sein.

Lediglich Roberto Herkendell hatte in der Anfangsphase eine Möglichkeit, verzog jedoch knapp in der 10. Minute. Auf der Gegenseite musste Marcel Gierens in der 20. Minute einmal eingreifen, ohne jedoch groß gefordert zu sein.

Aufregung kam in der 26. Minute auf, als Herkendell in der Nähe der Eckfahne von einem Wiehler Abwehrspieler brutal gefoult wurde. Den Tritt gegen die Knochen konnte man noch in 70 Meter Entfernung akustisch wahrnehmen. Schiedsrichter Osman Erener und sein Linienrichter entschieden jedoch nur auf Freistoß und sprachen nicht mal eine Ermahnung aus. Roberto Herkendell musste in die Klinik eingeliefert werden und die erste Diagnose deutet leider auf einen Bänderriss mit Knochenabsplitterung hin. Von dieser Stelle die besten Genesungswünsche an Robby, werde bald wieder gesund!

Wenn es so etwas wie Gerechtigkeit im Fußball gibt, dann war das an diesem Nachmittag der Fall. Den fälligen Freistoß nach der Attacke auf Herkendell bugsierte Kapitän David Inden miliimetergenau auf den Kopf von Thorsten Franke und der brachte die Kugel im Netz unter. Im Anschluss kontrollierte der RSV weiterhin das Geschehen ohne jedoch nachlegen zu können.

So ging es in die Halbzeitpause und man konnte gespannt sein, ob die Gegenwehr der Wiehler weiterhin so bescheiden bleiben würde. Zunächst machte es den Eindruck, denn als Fabian Mehring in der 49. Minute das 2:0 markierte, dachten nicht wenige Zuschauer im Walter Lück Stadion, dass es das wohl gewesen war. Der Treffer war fast eine Kopie des ersten Tores, diesmal der Freistoß von Franke und der präzise Kopfball von Fabian Mehring.

Als jedoch nur 3 Minuten später der Anschlusstreffer für den FV Wiehl durch Salih Tatar fiel, war das der Beginn eines komplett „neuen" Spiels. Der RSV Urbach bekam keinen Zugriff mehr auf die Partie und die Wiehler entwickelten plötzlich ungeahnte Fähigkeiten in läuferischer, kämpferischer und spielerischer Hinsicht. Nach einem Lattenkracher in der 57. Minute fiel dann in der 65. Minute der verdiente Ausgleich für die Oberbergischen. Erneut war Tatar erfolgreich.

In der Schlussphase wurde dann von beiden Mannschaften mit offenem Visier gespielt. Jeder wollte den Sieg und es ging hin und her. Das Mittelfeld war de facto fast aufgelöst und es spielten sich immer wieder heikle Szenen vor den Toren ab. Marcel Gierens entschärfte einige Bälle und auf der Gegenseite hatten David Inden und Fabian Mehring jeweils noch die Chance auf den Siegtreffer.

Am Ende war die Punkteteilung unter dem Strich gerecht. Die Urbacher müssen lernen, ein Match konsequent zu Ende zu bringen und sich nicht so schnell aus der Fassung bringen zu lassen. In den vorangegangenen Begegnungen gegen Bergisch Gladbach und Homburg-Nümbrecht war das auch schon der Fall. Gerade die erfahrenen Spieler sind hier gefordert, die nötige Ruhe und Übersicht zu bewahren.

Die nächste Gelegenheit dazu gibt es am nächsten Sonntag, wenn die Truppe von DSK Köln zu Gast ist an der Brucknerstraße.

Der RSV Urbach spielte in Wiehl mit folgender Aufstellung:

Marcel Gierens, Seyhan Erdek, Andreas Kreusch, Markus Geis (77. Kevin Martin Rountas), Thorsten Franke, Paul Sobczyk, David Inden, Fabian Mehring, Thomas Tseliopoulos (62. Denis Bernardo), Roberto Herkendell (26. Daniel Garcia Martinez), Kevin Arndt