Urbach verschenkt Punkte an schwache Leverkusener

RSV-Coach Angelo Mule war nach dem Match gegen die abstiegsbedrohte Mannschaft von Bergried Leverkusen stinksauer. Sein Team war nicht in der Lage die Partie siegreich zu beenden, obwohl man gegen die schwachen „Slickers-Kickers" bereits mit 5:3 in Front lag.

Aber der Reihe nach. Von Beginn an war klar zu erkennen, woraus der aktuelle Tabellenplatz der beiden Teams resultierte. Bergfried ungefährlich und ohne wirkliche Inspiration in ihrem Spiel, der RSV Urbach kontrolliert und mit klaren Vorteilen in der Anfangsphase. Mehrere Chancen konnten jedoch nicht genutzt werden. David Inden scheiterte zweimal mit Distanzschüssen und auch Thorsten Franke und Fabian Mehring hatten kein Glück. Der verdiente Führungstreffer fiel dann in der 13. Minute, als ein Freistoß von „Totti" Franke an Freund und Feind vorbeiging und im Bergfried-Kasten einschlug.

Nur kurze Zeit später gab es dann aber den ersten Vorgeschmack auf eine Urbacher Defensivleistung, die diesen Namen heute nicht verdient hatte. Yannick Hennemann und seine Kollegen waren nicht in der Lage, einen eigentlich ungefährlichen Ball aus der Gefahrenzone zu bringen, so dass schließlich Sascha Künzel aus unbedrängter Position den Ausgleich markieren konnte.

Es spricht für die Gäste, dass trotz dieses Rückschlages noch vor der Pause das Ergebnis auf 3:1 geschraubt werden konnte. Tobias Lösing traf zunächst aus 15 Metern in die lange Ecke, nachdem er von Inden schön angespielt wurde und in der 45. Minute konnte er sich im Strafraum der Gäste gegen vier Mann auf engstem Raum durchsetzen. Die Bergfried-Abwehr war in dieser Situation allerdings völlig von der Rolle.

In der Halbzeitpause dachten viele der nur 50 Zuschauer, dass es nun ein Schützenfest geben würde, was es auch gab, allerdings anders als wohl von den meisten vermutet.

Die Gäste aus Urbach wirkten pomadig und spielten fortan mit einem Schuss Überheblichkeit, dachten wohl doch einige, das Ding sei schon gelaufen.

Mehring verdaddelte eine Großchance zum 4:1 und im Gegenzug traf Künzel zum 2:3

Bereits in dieser Situation schlief die gesamte Urbacher Hintermannschaft komplett. Auch das schnelle 4:2 durch Fabian Mehrings achten Saisontreffer brachte keine Ruhe ins RSV-Spiel. Bergfrieds Florian Langer konnte erneut verkürzen und auch als Lösing mit seinem dritten Treffer in der 74. Minute vermeintlich alles klar machte, war das nur ein Irrglaube.

In den letzten 10 Minuten gab es neben Starkregen und Graupelschauern (Petrus konnte es wohl auch nicht mehr mit ansehen) ein totales Chaos auf Urbacher Seite. Völlige Konfusion in der Hintermannschaft und Fehler von Andi Kreusch und Kevin Arndt, die diesen erfahrenen Akteuren eigentlich nicht unterlaufen dürfen. Der Rest der Mannschaft passte sich nahtlos an und es erfolgte die Bestrafung durch die Treffer zum 4:5 und 5:5 in der 88. und 90. Minute. Jens Bialek und Florian Langer lösten mit ihren Toren Jubelstürme auf Leverkusener Seite aus, bekommt man solche Geschenke sonst doch nicht mal zu Weihnachten!!

Es kann auch nicht als Entschuldigung gelten, dass dem RSV Urbach zwei klare Elfmeter verwehrt wurden und dass zwei Treffern der Leverkusener ein klares Foulspiel voraus ging. Gegen einen so harmlosen Gegner zwei Punkte liegen zu lassen, das ist nur mit Dummheit, Arroganz und Überheblichkeit zu beschreiben.

Diese harten Worte sollen verdeutlichen und klar machen, dass man in dieser Liga immer 100% bringen muss um erfolgreich zu sein.

Der positive Aspekt aus Urbacher Sicht wird sein, dass am nächsten Wochenende gegen Spitzenreiter Schlebusch mit Sicherheit bis an die Grenzen und darüber hinaus gegangen wird, um das Trauerspiel von Bergfried vergessen zu machen.

Bislang konnte der RSV Urbach in dieser Saison nach schwächeren Auftritten stets am darauf folgenden Wochenende punkten....

Gegen den SV Bergfried Leverkusen spielten für den RSV Urbach:

Daniel Götsch, Seyhan Erdek, Nino Göbel (57. Daniel Garcia Martinez), Andreas Kreusch, Thorsten Franke (78. Marcel Otto), Paul Sobczyk, Tobias Lösing, David Inden, Fabian Mehring, Yannick Hennemann (59. Christian Brendel) und Kevin Arndt