3:1 - Mule-Elf siegt zum Auftakt

svbgl 1Nach einer schier endlos lang erscheinenden Zeit von 90 Tagen ist die Winterpause endlich vorüber und der Ball rollt wieder in der Bezirksliga.

Alle Teams sehnten den Tag des Rückrundenstarts herbei und die Mannschaften von Bergisch Gladbach und Urbach durften den Anfang machen. Pünktlich zur „High Noon-Zeit" um 12.00 Uhr Mittags ging es los auf dem neuen Kunstrasenplatz im Isotec-Sportpark.

Schiedsrichter Daniel Schlering, der später noch für viel Aufregung sorgte, pfiff die Partie an und die nur 30 Zuschauer sollten ihr Kommen nicht bereuen.

Von Beginn an spielten die Gäste mit viel Geduld und ließen den Ball in den eigenen Reihen sicher laufen. Im entscheidenden Moment wurde dann schnell gespielt und die Bergisch Gladbacher hatten ihre Probleme mit den messerscharfen Pässen in die Tiefe.

Folgerichtig stand es dann auch nach 10 Minuten 0:1, weil Sturmspitze Tobi Lösing den Ball mit dem linken Außenrist gefühlvoll am Gladbacher Schlussmann Julius Engelhardt vorbei ins lange Eck bugsierte. Das Zuspiel erfolgte von Paul Sobczyk.svbgl 2

Lösing hat in der Hinrunde bereits mehrfach bewiesen, dass er nicht nur eiskalt im Abschluss ist, sondern auch gute Vorbereiterqualitäten hat. Auch in der heutigen Partie stellte er das eindrucksvoll unter Beweis. Nur zwei Minuten nach dem Führungstreffer bediente er mit einem Zuckerpass David Inden und der RSV-Kapitän ließ sich nicht lange bitten, 2:0 für die Gäste aus der Domstadt, das schmerzte die Jungs von SV-Coach Markus Müller doch sehr.

Eine Kopfballchance nach einem Freistoß in der 19. Minute, das war es dann auch an Chancen für die Bergisch Gladbacher in der ersten Halbzeit. Zu souverän war die Urbacher Defensive um Kevin Arndt aufgestellt. Der RSV hingegen hatte noch mehrere Chancen zum 3:0, welche aber entweder vom Keeper oder von Linienrichter Emre Celik vereitelt wurden. Dieser hatte eine sehr eigenwillige Interpretation der Abseitsregel für sich ausgemacht. Seine Entscheidungen wurden von beiden Seiten nach einer gewissen Zeit nur noch mit einem lächelnden Kopfschütteln quittiert.

Nach der Halbzeitpause, die von der Heimmannschaft, ohne dass es das Schiedsrichtergespann gestört hätte, auf 23 Minuten ausgedehnt wurde, war nun deutlich mehr Feuer im Spiel der Bergisch Gladbacher. Ein deutlich aggressiveres Zweikampfverhalten und eine höhere Laufbereitschaft war nun klar zu erkennen.

Urbach hielt jedoch zunächst noch dagegen und konnte durch Konter immer wieder kleinere Nadelstiche setzen, ohne jedoch die Torgefahr wie in Hälfte eins auszustrahlen.

In der 70. Minute wurde RSV-Linksverteidiger Nino Göbel außerhalb des Platzes behandelt und eine kleine Unaufmerksamkeit in der Abwehr wurde sofort bestraft. Eine Flanke von der rechten Seite konnte von Jonas Mannshausen verwertet werden, der am langen Pfosten frei stand.

Anders als jedoch noch in machen Spielen der Hinrunde kam beim RSV Urbach nun nicht das große Zittern auf, sondern ein mustergültiger Konter wurde von Lösing zum 3:1 verwertet. Der eingewechselte Fabian Mehring hatte sich über rechts durchgesetzt und wusste dann intuitiv wo sein Spezi Lösing steht, der nur noch den Fuß hinhalten musste. Das Spiel war entschieden und eigentlich hätte man es ruhig ausklingen lassen können....... Eigentlich, aber da hatten die Unparteiischen etwas dagegen. Als Urbachs Coach Angelo Mule in der 80. Minute David Inden auswechseln wollte, lief Referee Schlering hinter Inden her und zeigte ihm zur Überraschung aller Anwesenden die gelb-rote Karte. Kein vorheriges Wort der Ermahnung, keine Aufforderung zur Eile, bis jetzt rätseln alle, was der Grund für den Platzverweis war.

svbgl 3In der sich anschließenden „Diskussion" verlor RSV-Ersatzspieler Thomas Tseliopoulos die Nerven und betitelte die Unparteiischen mit einigen nicht druckreifen Worten. Der daraus resultierende Platzverweis war folgerichtig, wäre aber ohne die vorherige Entscheidung gar nicht entstanden.

Kurze Zeit später bekam dann auch die Heimmannschaft die unbarmherzige Härte des Mannes in schwarz (der heute blau war...) noch zu spüren. Nach einem Foul im Mittelfeld sah Marc Kuhlewind zunächst den gelben Karton und war der Meinung, dass es doch ein Witz sei, was der Schiri pfeifen würde. Für dieses Aussprechen der Wahrheit flog auch er vom Platz.

Im Spielbericht waren dann auch noch die Urbacher Wechsel falsch eingetragen, was erst nach Protest korrigiert wurde.

Als Fazit kann man ziehen, dass der RSV Urbach gut aus den Startlöchern gekommen ist, die Schlappe aus dem Hinspiel wegmachen konnte und positiv nach vorne schauen kann. Am nächsten Sonntag ist der TuS Homburg Bröltal zu Gast in der Brucknerarena.

Urbach spielte in folgender Aufstellung:
Marcel Gierens, Nino Göbel, Andreas Kreusch, Markus Geis, Thorsten Franke, Paul Sobczyk ( 74. Seyhan Erdek), Tobias Lösing, David Inden, Roberto Herkendell, Kevin Arndt und Kevin Martin Rountas (55. Fabian Mehring)