RSV Urbach mit mühelosem Erfolg

Die Fans, die am Muttertag einen Streit mit der Frau des Hauses in Kauf genommen haben, weil sie zum Fußball wollten, werden sich im nachhinein fragen, ob ihre Entscheidung wirklich die richtige war.....

Alles in allem war es ein richtig schwaches Bezirksligaspiel zwischen dem RSV Urbach und Bergfried Leverkusen, welches sie zu sehen bekamen.

Die von Karl Slickers betreuten Gäste präsentierten sich über die gesamte Spielzeit so ungefährlich und harmlos, wie kein anderer Gegner zuvor in der ganzen Saison.

Die Urbacher hatten einen geschätzten Ballbesitz von rund 80% und bestimmten das Geschehen nach Belieben, ohne jedoch in irgendeiner Form zu glänzen.

Der frühe Führungstreffer durch David Inden (nach sensationellem Zuspiel von Paul Sobczyk) in der 9. Minute brachte leider auch nicht die erhoffte Leichtigkeit im Spiel. Leverkusen trat zwar ersatzgeschwächt an, die Leistung war aber dennoch absolut inakzeptabel und der Gang in die Kreisliga A wird sich wohl nur schwerlich vermeiden lassen, wenn keine dramatische Steigerung der Spielqualität erfolgen sollte. Viel Zeit bleibt dafür jedoch nicht mehr.

Das Match plätscherte so vor sich hin, Bergfried konnte nicht, Urbach tat nicht mehr als nötig und erst kurz vor der Pause gab es wieder etwas Aufregung. Zunächst wurde ein Treffer wegen Abseits nicht anerkannt, dann scheiterte Yannick Hennemann am Bergfried-Keeper Sascha Mondorf.

Geburtstagskind Marcel Gierens verbrachte im Urbacher Tor einen mehr als geruhsamen ersten Durchgang.

Zur zweiten Hälfte dann das gleiche Bild. Kleinere Gelegenheiten für Urbach durch Hennemann und Inden, die aber nur halbherzig abgeschlossen wurden, keine nennenswerten Spielzüge oder gar Chancen der Gäste.

In der Schlussviertelstunde warf Bergfried dann mehr oder weniger alles nach vorn und kam in der 83. Minute tatsächlich zu einer Chance. Ein Freistoß aus dem Halbfeld wurde per Kopf verlängert und der Ball landete am Querbalken des Urbacher Tores.

Ein Treffer wäre aber auch nicht verdient gewesen und so gab es kurz vor Schluss dann doch noch einen Grund zur Freude für die RSV-Fans in der Brucknerarena, als Tobias Lösing per Freistoß seinen 19. Saisontreffer erzielte und sich dadurch alleine an die Spitze der Torjägerliste setzte.

Der RSV spielte gegen Bergfried Leverkusen in folgender Aufstellung:

Marcel Gierens, Seyhan Erdek, Nino Göbel, Torsten Hawighorst, Thorsten Franke, Paul Sobczyk, Tobias Lösing, David Inden, Roberto Herkendell, Yannick Hennemann (78. Markus Geis) und Kevin Arndt