RSV Urbach kommt immer besser in Fahrt

Der 2:1 Erfolg gegen den Heiligenhauser SV war hochverdient. Das war auch die Erkenntnis vom Gästecoach Patrick Knobel, der die Überlegenheit der Urbacher neidlos anerkannte.

Der dritte Sieg in Folge bescherte den Rechtsrheinischen den Sprung auf Platz 11 in der Tabelle und auch die anstehenden Aufgaben gegen Bergisch Gladbach und Siegburg erscheinen auf dem Papier als lösbar.

Mit zwei Erfolgen im Rücken spielte der RSV Urbach wesentlich sicherer und souveräner als noch in vielen Begegnungen zu Beginn der Saison. Auch der Ausfall der kompletten Innenverteidigung wurde klaglos hingenommen. Die Plätze von Torsten Hawighorst und Dennis Fey nahmen Seyhan Erdek und Aykut Demirciolglu ein und machten ihre Sache richtig gut.

Das Spiel war in der Anfangsphase recht unruhig und es ergaben sich nur wenig gefährliche Situationen vor den Toren. Schüsse vom Urbacher Muamer Meric in der 7. und 23., sowie vom Heiligenhauser Leon Rolfes in der 17. Minute konnten von den Keepern entschärft werden.

Nach rund einer halben Stunde war es dann wieder einmal Tobias Lösing, der mit seinem 8. Saisontreffer die Führung erzielte. Sein Abschluss in gewohnt cooler Manier war sehenswert, wurde aber von Roberto Herkendells Zuckerpass in den Schatten gestellt. Aus der eigenen Hälfte passte er die Kugel über rund 45 Meter genau in den Lauf von Lösing und sorgte für Beifallsstürme von den Rängen der Bruckner-Arena.

Die Freude über den Führungstreffer war noch nicht abgeklungen, da schlug es fast auf der Gegenseite ein. Einen scharfen Schuss aus 15 Metern konnte Marcel Gierens noch spektakulär parieren, dem kurz darauf folgenden Freistoß der Gäste konnte er allerdings nur hinterher sehen und erleichtert zur Kenntnis nehmen, dass die Kugel ans Aluminium klatschte.

Schiedsrichter Schlering leitete die Begegnung in seiner gewohnten Art, mit einer sehr langen Leine was Fouls anging und sehr kleinlich im Bezug auf verbale Kundgebungen. Am Ende standen sieben gelbe und eine gelb-rote Karte auf seiner Liste.

Zu Beginn der zweiten Hälfte wollte der RSV alles klar machen und erhöhte den Druck nochmals. Mit Erfolg, denn bereits in der 52. Minute zappelte der Ball nach einem Schuss von Thorsten Franke im Netz des Gästetores von Dustin Bäcker. Der Linienrichter war jedoch der Meinung eine Abseitsposition gesehen zu haben und verwehrte dem Treffer die Anerkennung. Franke trauerte der Situation nicht lange nach und stürmte nur eine Minute später über die linke Seite nach vorne in den Strafraum. Er wusste genau wo Lösing steht und legte ihm das 2:0 auf, ohne überhaupt den Kopf zu heben. Der Treffer erinnerte schon sehr an letzte Saison als auf diese Art und Weise reihenweise Tore für den RSV Urbach fielen.

Die Gäste ließen die Köpfe nun zusehends hängen und Urbachs Coach Angelo Mule forderte die finale Entscheidung. Chancen dazu gab es genügend, aber der Ball fand den Weg nicht mehr ins Tor.

Wie aus dem Nichts fiel dann der Anschlusstreffer in der 70. Minute. Der eingewechselte Alexander Röger traf aus rund 18 Metern und leitete mit diesem Treffer eine heiße Schlussphase ein. Auf Urbacher Seite gab es nun vereinzelt nervöse Reaktionen, aber Dank der Routine von Markus Geis, Roberto Herkendell und besonders Nino Göbel passierte nicht mehr viel. Göbel bot eine sensationelle Vorstellung über 90 Minuten und bekam dafür ein verdientes Extralob von seinem Trainer.

Paul Sobczyk hätte den Sack endgültig zumachen können, scheiterte aber in der 87. Minute knapp an Bäcker, so dass die Zuschauer weiter zittern mussten.

Insgesamt sieben Minuten ließ Schlering nachspielen ehe er sich zum Schlusspfiff durchringen konnte.

Urbach gewann in folgender Aufstellung gegen den Heiligenhauser SV:

Marcel Gierens, Seyhan Erdek, Nino Göbel, Markus Geis, Thorsten Franke, Paul Sobczyk, Tobias Lösing (70. Dominik Krauskopf), Veton Balaj (79. Fabian Mehring) (90+2. Yannick Hennemann), Roberto Herkendell, Aykut Demirciolglu und Muamer Meric