Schwache Chancenverwertung raubt Coach Büyükünsal den letzten Nerv

Das 1:1 zwischen dem RSV Urbach und der Equipe von BW Köln war letztlich wohl als gerecht zu bezeichnen, auch wenn es die Hausherren mehrfach versäumt haben, den Sack frühzeitig zuzumachen.

Bereits nach 40 Sekunden der erste Schuss auf das Tor der Gäste. Marcus Heinrich verzog jedoch knapp. In der Folgezeit hatte der RSV mehr Spielanteile, verlor den Ball aber immer wieder viel zu früh im Aufbauspiel. Die Gäste ihrerseits taten so gut wie gar nichts in Richtung Angriffsspiel. Marcel Gierens hatte in der ersten halben Stunde so gut wie gar nichts zu tun. Der Stammkeeper der 1. Mannschaft musste einspringen, weil beide etatmäßigen Keeper wegen Krankheit (Niklas Kromen), bzw. Verletzung (Sven Otto) nicht zur Verfügung standen.

Glücklicher Umstand, dass die Erste spielfrei hatte und diese Hilfestellung möglich war. Neben Gierens waren auch noch Fabian Mehring, Yannick Hennemann und Aykut Demircioglu aus der Bezirksligamannschaft dabei.

Mehring war es dann auch, der in der 32. Minute die nächste gute Chance für die Urbacher einleitete. Er setzte sich auf der rechten Seite stark gegen drei Mann durch, seine Hereingabe konnte von Marc Zaum jedoch nicht richtig unter Kontrolle gebracht werden.

Danach fanden die Blau-Weißen besser ins Spiel und kamen zu ersten Chancen. In der 35. Minute war ein schneller Angriff über rechts mit scharfem Pass in die Mitte und anschließender Direktabnahme nicht von Erfolg gekrönt weil Gierens mit einem starken Reflex parieren konnte. In der 41. Minute ein Flatterball aus rund 20 Metern, aber erneut war der RSV-Schlussmann zur Stelle. Nach dem daraus resultierenden Eckball war aber auch er machtlos, denn ein toller Schuss von Adrian Nagel von der Strafraumgrenze landete genau im Winkel und die Gäste lagen in Front.

Nach der Pause übernahm der RSV sofort das Kommando und bis zur 60. Minute gab es Chancen im Minutentakt die aber allesamt versemmelt wurden, bzw. vom starken Gästekeeper Martin Struckmeier pariert werden konnten. Danach wurde das Spiel wieder etwas ausgeglichener, ehe dann in der Schlussphase die letzten Kräfte nochmals mobilisiert wurden. Urbach warf alles nach vorn und nach 95 Minuten und 10 Sekunden fand der Ball dann doch noch den Weg ins Tor. Ein Freistoß aus rund 20 Metern wurde halbhoch in den Strafraum geschlagen, von dort per Kopf abgewehrt und aus dem Hinterhalt fasste sich Marcus Heinrich ein Herz und zog einfach drauf. Vorbei an Freund und Feind trudelte der Ball tatsächlich ins Tor und die anschließende Freude war grenzenlos. Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter die Begegnung ab und bekam den Unmut der Gäste über die lange Nachspielzeit zu spüren. Giovanni Proscia übertrieb es dabei ein wenig und handelte sich nach dem Schlusspfiff noch die rote Karte ein.