Spitzenreiter zu stark für den RSV

Am Ende war es ein gelungener Sonntag für den SSV Homburg Nümbrecht. Das eigene Match gegen den RSV Urbach mit 3:0 gewonnen und die direkten Verfolger Deutz und Leverkusen patzten zum Beginn der Rückrunde.

Coach Maik Alzer hatte dann auch allen Grund zufrieden zu sein und die demonstrative Tiefstapelei vor dem Rückrundenstart war eigentlich gar nicht nötig gewesen.

Von Beginn an agierten die Oberbergischen sehr konzentriert, laufstark und körperbetont und ließen die technisch versierten Urbacher nie richtig zur Entfaltung kommen. Die ersten 20 Minuten verliefen noch recht ausgeglichen, richtige Chancen gab es aber keine.

In der 24. Minute dann zum ersten Mal Aufregung bei den rund 300 Zuschauern in der Nümbrechter Arena als ein Kopfballtreffer der Gastgeber wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. Diese Aktion wirkte wie ein Weckruf für den SSV, denn nur zwei Minuten später erzielte Neuzugang Tom Barth den Führungstreffer. Ein weit geschlagener Ball an die Strafraumgrenze wurde von RSV-Schlussmann Marcel Gierens falsch eingeschätzt und Barth konnte sich auf der rechten Seite zunächst gegen Dennis Fey durchsetzen ehe sein Schuss aus spitzem Winkel von Paul Sobczyk unhaltbar ins eigene Netz abgefälscht wurde.

Die Hausherren wollten sofort nachlegen, Gierens konnte aber in der 30. Minute zunächst noch einen höheren Rückstand mit einer starken Parade verhindern, eher er in der 35. Minute viel Glück hatte als ein SSV-Akteur aus 4 Metern den Ball nur an den Pfosten hämmerte.

Die Urbacher brachten nach vorne nicht viel zustande, obwohl sich Lösing, Mehring, Balaj und Co. redlich bemühten.

Noch vor dem Pausenpfiff fiel dann der Treffer zum 2:0 für die in heute in gelben Trikots auflaufenden Gastgeber. Tom Barths Treffer ging jedoch eine Aktion von Julian Schwarz voraus, die nicht ganz astrein war. Seine Balleroberung erfolgte mit ausgestrecktem Bein gegen Sobczyk, Schiedsrichter Paul Walprecht bewertete die Aktion jedoch nicht als regelwidrig, so dass Barth allein auf Gierens zulaufen konnte. Den ersten Versuch meisterte der Urbacher Keeper noch, gegen den Nachschuss war er dann aber machtlos.

Urbachs Coach Angelo Mule schickte seine Mannschaft zur zweiten Halbzeit mit unveränderter Formation aufs Feld und alle rechneten nun mit einen Aufbäumen der Gäste. Eine Direktabnahme von Fabian Mehring nach schöner Vorarbeit von Patrick Czaja sah nett aus, brachte aber auch keine wirkliche Gefahr.

Mehring war es auch, der in der 62. Minute an der Strafraumgrenze gefoult wurde.

Die mitgereisten Urbacher Fans hätten hier gerne einen Strafstoß gesehen, Schiri Walprecht hatte allerdings was dagegen und beließ es bei einem Freistoß.

Der Referee hatte nicht seinen besten Tag, denn auch beim 3:0 in der 72. Minute übersah er eine klare Abseitsposition des Tabellenführers. Dennis Lepperhoff war es egal und sein Treffer war die endgültige Entscheidung.

Der Sieg geht, auch in der Höhe völlig in Ordnung. Der SSV Homburg Nümbrecht hatte viele Chancen, eine stabile Abwehrformation und zeigte vorbildlichen Einsatz über 90 Minuten. In dieser Form wird der Aufstieg in die Landesliga garantiert gelingen und einen Leistungseinbruch wie im Vorjahr bei den Schlebuschern erwartet eigentlich niemand.

Der RSV Urbach spielte in folgender Formation:

Marcel Gierens, Dennis Fey, Torsten Hawighorst, Markus Geis, Thorsten Franke, Paul Sobczyk, Tobias Lösing, Fabian Mehring (81. Kevin Wyborny), Veton Balaj (50. Seyhan Erdk), Roberto Herkendell und Patrick Czaja