Urbacher Heimpleite gegen coole Leverkusener

Der 2:0 Auswärtserfolg des Aufstiegsaspiranten an der Urbacher Brucknerstraße war letzten Endes verdient, auch wenn die Mannschaft von Ali Meybodi spielerisch sicherlich nicht zu überzeugen wusste.

Ganz im Gegenteil, über weite Strecken ließ der RSV den Ball sehr gut laufen und hatte auch mehr Spielanteile und Ballbesitz.

Aber eben nur über weite Strecken, denn in den entscheidenden Momenten waren die Gäste einfach cleverer. Beispielsweise in Minute drei, als fast alle Urbacher scheinbar die Zeitumstellung noch nicht verarbeitet hatten und ein Fehlpass dem anderen folgte. Der Führungstreffer durch Aristote Mambasa Masudi fiel durch einen satten Linksschuss von der Strafraumgrenze. Entsetzen machte sich breit in der Brucknerarena und nicht wenige der rund 100 Zuschauer befürchteten ein Debakel, denn der Ausfall von Tobias Lösing, Patrick Czaja, Torsten Hawighorst, Seyhan Erdek und Nikolas Schmitz schien wohl doch nicht kompensierbar zu sein. Die Mannschaft zeigte aber ein gutes Gesicht und wusste spielerisch durchaus zu gefallen. Markus Geis und Paul Sobczyk als routinierte Aufbauspieler und der A-Jugendliche Patrick Vilain in der Innenverteidigung seien hier stellvertretend für alle anderen genannt.

So ansehnlich die Ballstafetten teilweise aussahen, der letzte entscheidende Ball in die Spitze kam einfach nicht an, was auch an der Abwehrleistung des FCL lag.

Im Spiel nach vorn war die Darbietung des Ensembles aus Leverkusen hingegen überschaubar. Es gab trotzdem Chancen zum Ausbau der Führung. In der 24. Minute scheiterte Mambasa Masudi an Marcel Gierens, in der 36. Minute zischte ein Flachschuss am langen Eck vorbei und in der 44. Minute hatten die Urbacher Glück bei einem gefährlichen Kopfball nach einer Ecke.

Eine gute Mannschaft mit Aufstiegsambitionen zeichnet sich unter anderem dadurch aus eine gewisse Souveränität an den Tag zu legen. Das taten die Leverkusener sehr eindrucksvoll auch in der zweiten Hälfte. Ballbesitzvorteile unverändert beim RSV aber kein Durchkommen zum Tor und wenn es dann doch mal klappte war Alexander Baulig ja auch noch da. Der Routinier im Tor hatte zwar ein paar kleine Unsicherheiten bei hohen Bällen, in der 66. Minute parierte er jedoch stark gegen den durchgebrochenen Fabian Mehring.

Nach dieser Großchance erhöhte die Mannschaft von Angelo Mule den Druck nochmals um eine Stufe, was natürlich zwangsläufig die Gefahr von Kontern mit sich brachte. Fast mit Ansage fiel dann in der 76. Minute die Entscheidung.

Ein Tempogegenzug von Granit Rama über die linke Seite wurde von Ayhan Atar eiskalt abgeschlossen.

Urbach gab sich zwar nicht auf, aber es war klar, das Ding ist durch.

Nach dem Schlusspfiff freuten sich die Gäste über den verdienten Dreier, der RSV muss die Niederlage abhaken und sich konzentriert auf die schwere Aufgabe am nächsten Wochenende vorbereiten, wenn es nach Lindenthal zur Borussia geht.

Der RSV Urbach spielte gegen den FC Leverkusen in folgender Aufstellung:

Marcel Gierens, Dennis Fey, Markus Geis, Thorsten Franke, Paul Sobczyk, Fabian Mehring, Veton Balaj (Daniel Martinez Garcia), Roberto Herkendell, Patrick Vilain, Nino Göbel und Muamer Meric (Yannick Hennemann)