RSV mit schwacher Leistung beim 1:4

Eigentlich war so etwas wie Wiedergutmachung angesagt für das 0:4 Debakel am Ostermontag gegen Lindenthal. Der Auftritt gegen den SV Schlebusch war dann jedoch genau das Gegenteil.

Die schlechteste Saisonleistung hatte ein 1:4 zur Folge über das es nichts, aber auch gar nichts zu diskutieren gibt.

Von Beginn an fehlte jeglicher Esprit im Spiel nach vorne und bei einigen Spielern hatte man den Eindruck, dass sie gar keine Lust hatten. Besonders die Offensivabteilung enttäuschte auf ganzer Linie. Muamer Meric bemühte sich zwar redlich, verlor aber zu viele Bälle und die Rückkehrer Fabian Mehring und Tobias Lösing konnten keinerlei Akzente setzen.

Die Gäste aus Leverkusen hatten deutlich mehr Struktur in ihrem Spiel ohne aber wirklich zu glänzen, sie taten genau so viel wie nötig war und nutzten die Urbacher Fehler eiskalt aus. Erstmalig in der 14. Minute, als nach einem schlechten Einwurf von Roberto Herkendell die schnelle Balleroberung folgte und mit einem schönen Doppelpass über die linke Seite Joshua Hauschke toll frei gespielt wurde. Sein platzierter Schuss in die lange Ecke war für Marcel Gierens nicht mehr zu erreichen.

Der RSV hatte keine Ideen und so entsprang die erste Möglichkeit der Hausherren auch einem Zufall. Fabian Mehring wurde bei einem Abwehrversuch von einem Schlebuscher am Kopf getroffen und der abprallende Ball trudelte knapp am Pfosten vorbei ins Toraus.

Aufgrund noch einiger vergebener Chancen der Gäste ging die knappe Halbzeitführung mehr als in Ordnung.

In der zweiten Hälfte blieb die Begegnung weiterhin sehr träge und als in der 61. Minute aus heiterem Himmel das 0:2 durch einen tollen Schuss aus rund 25 Metern fiel, war das Spiel eigentlich gelaufen. Kaum einer in der Brucknerarena traute dem RSV jetzt noch zu, eine Wende herbeiführen zu können.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer kam jedoch noch mal auf als Mehring in der 79. Minute den Anschlusstreffer erzielen konnte. Der eingewechselte Nikolas Schmitz spielte ihn wunderbar frei und der Abschluss war stark.

Bezeichnend dann jedoch die Situation nur zwei Minuten später. Schmitz verhaspelte sich bei einem Dribbling im Mittelfeld und der daraus resultierende Gegenzug wurde eiskalt vom eingewechselten Yannik Raufeiser mit dem Treffer zum 1:3 abgeschlossen.

Das 1:4 in der 87. Minute entsprang einer ähnlichen Situation und Urbachs Coach Angelo Mule war froh, als Schiedsrichter Marcel Behrens dem Spiel nach 90 Minuten ein pünktliches Ende bereitete.

Der SV Schlebusch wahrte durch diesen Dreier seine theoretischen Aufstiegschancen und für den RSV Urbach gilt es, schnellstmöglich wieder die richtige Einstellung zu finden.

Sicherlich ist ein Platz im Niemandsland der Tabelle für die Motivation nicht besonders förderlich, ein Auftritt wie der heutige muss aber die Ausnahme bleiben, denn sonst verscherzt man es sich mit den treuen Fans.

Die nächste Gelegenheit dazu gibt es am kommenden Sonntag beim Spiel gegen den DSK Köln. Die Begegnung findet auf Asche statt, was aber keine Ausrede sein darf!!

Der RSV Urbach spielte gegen Schlebusch in folgender Besetzung:

Marcel Gierens, Seyhan Erdek (57. Nikolas Schmitz), Nino Göbel, Dennis Fey, Torsten Hawighorst, Markus Geis, Thorsten Franke, Tobias Lösing (85. Veton Balaj), Fabian Mehring, Roberto Herkendell und Muamer Meric