BVD wie ein Absteiger, Urbach siegt 5:0

BVD-Coach Jan Kordt hatte unter der Woche noch verkündet, dass jetzt die schlagbaren Gegner kommen würden und ein Dreier gegen den RSV Urbach durchaus realistisch sei. Die Realität sah dann allerdings ganz anders aus. In keiner Phase des Spiels hatten die Gastgeber auch nur den Hauch einer Chance und mit den fünf Gegentoren waren die Oberbergischen noch gut bedient. Mit einer solch desolaten Leistung wird der Gang in die Kreisliga nur schwerlich abzuwenden sein.

In den ersten fünf Minuten kamen die Gäste viermal gefährlich vor den Kasten von Sebatian Korioth, der Abschluss wollte jedoch noch nicht richtig klappen.

Kurz darauf hätte Routinier Salih Tatar beinahe den Führungstreffer für die Hausherren erzielt, aber RSV-Schlussmann Marcel Gierens war auf dem Posten und rettete mit einer Fußabwehr.

Ein Tor für den BVD wäre aber auch nicht verdient gewesen, denn es spielte nur der RSV Urbach. Kontrolliertes Kurzpassspiel und immer wieder Pässe in die Tiefe auf Fabian Mehring stellten den BV vor große Probleme.

Der Führungstreffer in der 16. Minute war dann die logische Konsequenz. Mehring über rechts, Pass in die Mitte zu Veton Balaj, einen Gegner noch abgeschüttelt und dann die Kugel humorlos in die Maschen gezimmert.

Bis zur Pause gab es dann immer wieder Chancen für die Gäste aber keine weiteren Treffer. Nikolas Schmitz scheiterte mit einem Freistoß, Patrick Czaja mit Abschlusspech und ein toller Kopfball von Kapitän Torsten Hawighorst, der knapp über den Querbalken zischte.

Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Schiedsrichter Roman Borger dann Mitleid mit dem völlig überforderten Nico Palausch. Der BVD-Akteur war bereits mit der gelben Karte vorbelastet als er dem enteilten Mehring von hinten in die Beine grätschte. Hier hätte es nur eine Entscheidung geben dürfen aber der Referee beließ es bei einer letzten Ermahnung. Für Palausch war es trotzdem die letzte Aktion im Spiel denn sein Trainer hatte Erbarmen mit ihm und wechselte ihn zur zweiten Halbzeit aus.

Nach der Pause bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Urbach klar besser ohne jedoch wirklich zu glänzen, die Hausherren noch mit Hoffnung auf den lucky punch und der wäre dann fast auch gelungen. Nach einem langen Ball gewann Salih Tatar ein Laufduell gegen Dennis Fey und kam frei zum Schuss der jedoch knapp zu hoch angesetzt war. Die folgende lautstarke Ansage von Schlussmann Gierens war deutlich und schien ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben.

Mit nun einem Mann mehr nach dem Platzverweis für Ersel Akdogan brachten die Schützlinge von Angelo Mule und Dirk Schneider die Sache nun zu Ende.

In der 61. Minute traf Mehring zum 2:0 und nur drei Minuten später war Nikolas Schmitz mit seinem ersten Saisontreffer erfolgreich. In beiden Fällen kam die Vorlage von Patrick Czaja, der im ersten Spiel nach seiner Verletzungspause bereits wieder Akzente setzen konnte. Die Kreativität die durch ihn ins Spiel kommt ist unübersehbar.

Schmitz mit seinem zweiten Treffer in der 76. Minute nach Pass von Markus Geis war schön anzusehen und den Schlusspunkt zum 5:0 setzte Geis selbst. Er schob die Kugel aus zehn Metern ins leere Tor nachdem er vom eingewechselten Yannick Hennemann mustergültig angespielt wurde.

In der kommenden Woche haben die Urbacher den VfR Wipperfürth zu Gast und der BV Drabenderhöhe muss zum DSK Köln reisen, eine für Urbach lösbare Aufgabe, für den BVD eher nicht.

Der RSV Urbach spielte in folgender Aufstellung:

Marcel Gierens, Seyhan Erdek (69. Muamer Meric), Dennis Fey, Torsten Hawighorst, Markus Geis, Thorsten Franke, Nikolas Schmitz, Fabian Mehring (73. Sebastian Hemgesberg), Vaton Balaj, Noah Gilles und Patrick Czaja (68. Yannick Hennemann)