Schlussmann Kromen beim 0:7 noch bester Mann

Unter der Woche war viel los beim RSV Urbach. Gleich drei Rückkehrer konnten im Team begrüßt werden und die Zuversicht war groß, dass mit den Bezirksligaerfahrenen Veton Balaj, Dennis Fey und Noah Gilles mehr Struktur ins Spiel der Schwarz-Weißen kommen würde. Balaj und Gilles fanden auch gleich in der Startelf Berücksichtigung während Fey zunächst noch auf der Bank Platz nehmen musste.
Gegen den direkten Tabellennachbarn aus Heiligenhaus galt es unbedingt zu punkten, man war jedoch gewarnt, da die Gäste in den beiden ersten Spielen der Rückrunde durch starke Leistungen auf sich aufmerksam machten.
Auch heute waren die Jungs von Trainer Patrick Knobel von Beginn an hellwach und zeigten sofort, dass sie unbedingt gewinnen wollten.
Bereits nach 30 Sekunden wurde Andreas Kreusch so unter Druck gesetzt, dass er einen riskanten Rückpass spielen musste, mit dem er seinen Schlussmann Niklas Kromen beinahe überlistete. Weitere gute Chancen in der dritten und vierten Minute ließen nichts Gutes erahnen für den RSV Urbach.
Ein Schüsschen von Noah Gilles nach rund 10 Minuten, das war es dann auch von der Urbacher Offensive.
Der Führungstreffer für die Gäste in der 14. Minute fiel dann auch folgerichtig. Ein Angriff über die rechte Seite mit entsprechender Hereingabe ging dem trockenen Abschluss von Berkan Kesimoglu voraus.
In der Folgezeit brannte der HSV ein wahres Feuerwerk ab und es ergaben sich Chancen fast im Minutentakt. RSV-Keeper Niklas Kromen, der heute für Maxim Albov den Kasten hütete, stand fortan unter Dauerbeschuss und hatte reichlich Gelegenheit sich auszuzeichnen.
Urbachs Coach Daniel Bartsch reagierte mit einem Wechsel in der Innenverteidigung und brachte Dennis Fey für Sven Czakalla, der durch seine Knieverletzung noch leicht angeschlagen war.
Kurz vor der Halbzeit fiel dann aber doch noch das 0:2 durch einen erneuten schnell vorgetragenen Angriff der Gäste über die linke Seite. Wieder war es Kesimoglu der richtig stand und eiskalt vollendete.
Die zweite Halbzeit war dann gerade mal 17 Sekunden alt und es rappelte erneut im Urbacher Gehäuse. Alexander Röger konnte völlig unbedrängt ein Erfolgserlebnis für sich verbuchen als er völlig frei vor Kromen stand, der Sekunden zuvor noch einen satten Schuss aus 20 Metern parieren konnte.
Der RSV war anschließend nicht mehr in der Lage Paroli zu bieten und ergab sich mehr oder weniger seinem Schicksal.
Kromen hatte Gelegenheit sich noch mehrfach auszuzeichnen, musste letztendlich aber noch vier weitere Male hinter sich greifen. Kesimoglu mit seinen Treffern drei und vier in der 65. und 86. Minute, sowie Fritzinger in der 76. und erneut Röger in der 89. Minute seien der Chronistenpflicht halber erwähnt.
Aufregung gab es noch in der 69. Minute als der Urbacher Gilles mit glatt rot vom Platz gestellt wurde. Laut Eintrag des Schiedsrichters stand Gilles nach einem Zweikampf vom Boden auf und schubste seinen Gegenspieler um.
Mir vorliegende Videoaufnahmen beweisen jedoch eindeutig, dass Gilles nie auf dem Boden lag und vom Heiligenhauser Spieler Eduard Wotschel zuerst attackiert wurde. Eine Schutzhaltung seiner Hände ist klar zu erkennen, ein Schubser ergab sich dadurch. Die rote Karte war hier meiner Ansicht nach etwas überzogen. Gerne stelle ich das Videomaterial dem Verband zwecks Festlegung des Strafmaßes zur Verfügung.
In der nächsten Woche gibt es nun viel zu tun für Trainer Bartsch. Die Akteure müssen diese Packung schnell aus den Köpfen bekommen, es darf keine Unruhe ins Team kommen, damit der Fokus komplett auf die Begegnung am kommenden Sonntag beim DSK gerichtet sein kann.

Urbach spielte in folgender Aufstellung:
Niklas Kromen, Sven Czakalla (34. Dennis Fey), Tulga Batur, Noah Gilles, Veton Balaj, Dustin Winterscheid (61. Sascha Gesell), Aykut Demircioglu, Valentin Stamboliev, Andreas Kreusch (71. Dennis Heymann), Dominik Krauskopf und Muamer Meric