RSV verliert auch in Ehrenfeld

Der Sieg für den DSK Köln ging am Ende, auch von der Höhe her, völlig in Ordnung.
Die Gäste aus Urbach zeigten sich zwar von einer etwa besseren Seite als in der Vorwoche beim 0:7 Debakel gegen Heiligenhaus, waren unter dem Strich aber genau so chancenlos wie es das Ergebnis ausdrückt.
Coach Daniel Bartsch hatte sein Team umgekrempelt und in der Startelf gab es gegenüber der letzten Partie gleich fünf Veränderungen. Maxim Albov, Dennis Heymann, Mirco Cwikowski, Sascha Gesell und Roman Borger durften diesmal von Beginn an ran.
Auf dem Ascheplatz im Schatten der wunderschönen Ehrenfelder Moschee war aber von Beginn an klar, dass die Hausherren unbedingt gewinnen wollten und das zeigten die Jungs von Coach Wolfgang Rieger auch direkt deutlich an.
Bereits nach zwei Minuten hätte es fast gerappelt. Eine Flanke von der rechten Seite wurde vom DSK-Goalgetter Thomas Tomanek direkt angenommen, sein Schuss konnte aber von Maxim Albov mit einer tollen Fußabwehr pariert werden.
Im Anschluss dann der DSK mit deutlich mehr Spielanteilen aber ohne weitere Chancen bis zur 20. Minute. Nach einer Ecke brannte es lichterloh im Gästestrafraum aber die vielbeinige RSV-Abwehr konnte den Ball irgendwie noch aus der Gefahrenzone rausbringen. In der 26. Minute gelang das dann aber nicht mehr. Mit dem 4. Nachschuss traf Tufan Zenginer aus 16 Metern. Zuvor konnte Sascha Gesell noch auf der Linie retten, die entstandene Konfusion in dieser Situation war jedoch nicht mehr zu stoppen.
Kurz danach zog der erst 19 Jahre alte Tolga Gercek nach schönem Dribbling aus 18 Metern ab, Albov klärte mit dem Fuß und Tomanek drosch den Nachschuss in den Ehrenfelder Himmel.
Urbach musste dann recht früh wechseln weil Aykut Demircioglu einen Tritt auf den Fuß bekommen hatte und nicht weiterspielen konnte. Für ihn kam Veton Balaj ins Spiel und kassierte in seiner ersten Aktion die gelbe Karte für ein Allerweltsfoul im Mittelfeld. Schiedsrichter Kaan Haydan kommentierte die Szene mit den Worten „Das reicht jetzt mit deiner Foulerei...." Der Unparteiische war in vielen Situationen überfordert und lag auf beiden Seiten einige Male gründlich daneben mit seinen Entscheidungen. Besonders fiel sein schlechtes Zusammenspiel mit seinen Assistenten auf. Mehrfach winkten die Linesmen hektisch mit ihrem Fähnchen und wollten Foul oder Abseits anzeigen, Haydan ignorierte sie einfach, bzw. schaute meist in die entgegengesetzte Richtung.
Am 2:0 der Hausherren traf ihn aber keine Schuld. Nach einem erneuten Durcheinander im Strafraum kam Dennis Gardawski zum Schuss (45+2), dieser wurde noch abgefälscht und entwickelte sich zu einer Bogenlampe, die unhaltbar wurde.
Mit der komfortablen Pausenführung im Nacken ließen es die Ehrenfelder dann etwas gemächlicher angehen und taten nicht mehr als nötig. Urbach war bemüht nun etwas mehr dagegen zu halten, aber nur bei wenigen Spielern war eine Körpersprache zu erkennen, die auf ein wirkliches Aufbäumen hätte hinweisen können (Fey, Kreusch, Stamboliev, Balaj, Gesell)
Nach rund 70 Minuten kamen die Gäste dann aber tatsächlich zu ihren ersten Chancen. Stambolievs Schuss aus 18 Meter war dabei noch keine Herausforderung für Sebastian Korioth im DSK-Tor, beim Heber von Cwikowski in der 73. Minute musste der Schlussmann aber schon sein ganzes Können aufbieten um den Anschlusstreffer zu verhindern.
Aufgeweckt durch dieses Lebenszeichen des RSV Urbach zeigten die Ditib-Kicker aber sofort wieder wer das Sagen hatte. Ein Lattenkracher von Tomanek war die Vorwarnung, der Treffer zum 3:0 durch Gercek in der 75. Minute dann die endgültige Entscheidung. Weitere klare Chancen in der Schlussviertelstunde wurden nicht mehr genutzt, was aber irgendwie auch keinen mehr so richtig störte oder ärgerte.
Mit dem Ergebnis wird Coach Rieger sicher leben können, spielerisch war es heute auf beiden Seiten aber nicht mehr als derbe Hausmannskost.
Eine Begegnung die nicht lange in Erinnerung bleiben wird.
Der DSK steht nun im gesicherten Mittelfeld der Tabelle, für Urbach wird es weiterhin darum gehen, die Spiele gegen die Mitkonkurrenten um den Abstieg im Focus zu haben. (Bergisch Gladbach, Wipperfürth, Altenberg)
Nächste Woche gegen den 1. FC Spich erwartet niemand etwas, aber manchmal sind das ja die Spiele in denen es eine Überraschung gibt