Urbach spielt schwach und verliert mit 1:2 beim SV Bergheim

Am Ende war dann trotz der fünften Niederlage in Folge nicht wirklich was passiert. Der RSV behält seinen Vorsprung von fünf Punkten auf einen Abstiegsplatz, weil auch die Konkurrenten aus Wipperfürth und Altenberg an diesem Wochenende sieglos blieben. Die Vorstellung beim wahrlich nicht starken SV Bergheim lässt aber auch die Sorgenfalten bei den Verantwortlichen nicht geringer werden. Hatte man letzte Woche gegen den Aufstiegsaspiranten aus Spich noch eine inspirierte Vorstellung geboten, so war der heutige Auftritt über weite Phasen einfach nur schwach und ohne jeglichen Esprit. Die beiden Kreativspieler Muamer Meric und Paul Sobczyk erwischten einen schwarzen Tag und konnten zu keiner Phase der Begegnung die erforderliche Ruhe oder Kreativität ins Spiel bringen. Regelmäßige Unachtsamkeiten in der Urbacher Abwehrreihe machten es den Hausherren zudem ziemlich einfach etwas für ihr Selbstvertrauen zu tun. Bereits in der vierten Minute hätte der Führungstreffer fallen können, aber Niklas Kromen im RSV-Tor parierte den Schuss aus kürzester Distanz stark. Eine weitere Chance in der 12. Minute blieb noch ungenutzt, fünf Minuten später war es dann aber soweit. Nach einer Flanke von der linken Seite herrschte völlige Konfusion im Urbacher Strafraum und Nicola Reichert hatte keine Mühe aus rund neun Metern die 1:0 Führung zu erzielen.

Völlig von der Rolle, konnten die Gäste im Anschluss froh sein, dass der SVB nicht sofort nachlegte. Die größte Chance vergab dabei Adam Abdou, der nach einem Fehler von Dennis Fey völlig frei auf Kromen zulief und sich für einen Lupfer entschied, dessen Ausführung ihm aber gänzlich misslang.

Urbach hatte in der ersten Hälfte keine richtige Chance, ein Schuss von Tulga Batur in der 28. Minute ging weit über das Tor und kann eigentlich nicht als Möglichkeit in der Statistik verbucht werden.

Nach dem Wechsel wurden die Gäste ein klein wenig besser und tatsächlich gab es auch eine kleine Belohnung dafür. Nach einem herrlichen Pass von Sven Czakalla über 40 Meter ging Valentin Stamboliev genau dort hin, wo es wehtut und prallte an der Strafraumgrenze mit dem Bergheimer Keeper Bastian Huth zusammen, dabei hatte er jedoch den Ball stets im Auge und lupfte die Kugel im entscheidenden Moment über Huth ins Netz. Stamboliev wurde danach zu einer Art tragischen Figur des Nachmittags, denn nur wenige Minuten nach dem Ausgleich sprang ihm im eigenen Strafraum der Ball gegen die Hand und Schiedsrichter Aurelian Ungar blieb keine andere Wahl als auf Strafstoß zu entscheiden. Julian Berges behielt die Nerven und verwandelte den Strafstoß sicher zur erneuten Führung für den SV Bergheim.

Die Urbacher drängten nun mit aller Macht auf den Ausgleich, aber es gelang ihnen nicht wirklich, richtigen Druck auszuüben. Aykut Demircioglus schoss in der 70. Minute knapp vorbei, mehr war nicht mehr drin am heutigen Nachmittag.

Nächste Woche muss der RSV zu Fortuna Köln, danach stehen die Begegnungen gegen Bergisch Gladbach, Wipperfürth und Altenberg an. Im Anschluss an diese Begegnungen wird man dann wohl schon absehen können ob der Klassenerhalt tatsächlich geschafft wird oder ob es im nächsten Jahr in der Kreisliga A an den Start geht.

Der RSV Urbach spielte beim SV Bergheim mit folgender Mannschaft:

Niklas Kromen, Sven Czakalla, Paul Sobczyk, Tulga Batur, Veton Balaj ( 67. Aykut Demircioglu ), Valentin Stamboliev, Sebastian Hemgesberg, Sascha Gesell, Andreas Kreusch, Dennis Fey und Muamer Meric ( 56. Mirco Cwikowski )