RSV Urbach erlebt totales Desaster bei Fortuna Köln!

Mit sage und schreibe 13:1 gewann die Zweitvertretung des SC Fortuna Köln ihr Heimspiel gegen einen völlig überforderten RSV Urbach. Die Gäste aus Porz hätten gut und gerne auch 20 Gegentore bekommen können, hätte die Fortuna in der zweiten Halbzeit nicht drei Gänge zurückgeschaltet.

Es gab nichts, aber auch überhaupt gar nichts, was an diesem Tag bei den schwarz-weißen gepasst hätte. Coach Daniel Bartsch war sich zwar der Außenseiterrolle bei den Südstädtern bewusst, verlangte von seinen Jungs aber Einsatzwillen, Laufbereitschaft und eine Portion Aggressivität. Nichts davon wurde an den Tag gelegt, die gesamte Mannschaft versagte im Kollektiv!

Fortuna legte von Beginn an ein Tempo vor, dass einem hören und sehen vergehen konnte. Die Urbacher schauten nur hinterher und staunten.

Den Torreigen eröffnete Adrian Student in der 6. Minute mit einem Freistoßtor aus rund 23 Metern. In regelmäßigen Abständen trafen dann Serhat Koruk, Ahmet Smajli und erneut Student. Den schönsten Treffer erzielte Cemal Kaldirim in der 43. Minute. Sein Tor zum 9:1 war ein fantastischer Freistoß aus rund 20 Metern, der genau im Winkel einschlug. Den zwischenzeitlichen Urbacher Ehrentreffer schoss Mirco Cwikowski auf Zuspiel von Paul Sobczyk in der 18. Minute.

Trainer Bartsch war restlos bedient und trat den Gang in die Kabine erst gar nicht mit an, sondern verweilte in der Halbzeitpause alleine auf dem Kunstrasen des Jean Löring Sportparks. In den Katakomben packte derweil Urbachs spielender Co-Trainer Tulga Batur seine Klamotten zusammen und beendete sein Engagement beim RSV Urbach mit sofortiger Wirkung.

Die Verärgerung des Routiniers kann man auf der einen Seite sicherlich verstehen, andererseits war seine eigene Leistung aber auf ähnlich schlechtem Niveau wie die seiner Mitspieler.

Das Bild änderte sich in der 2. Halbzeit dann auch nur geringfügig. Der eingewechselte Daniel Mackedanz wusste auf Urbacher Seite durchaus zu gefallen, weil er deutlich zu erkennen gab, dass er laufen wollte. Torschütze Cwikowski war ebenfalls etwas engagierter als der Rest.

Die Fortuna spielte ihren Stiefel runter und kam noch zu vier weiteren Treffern ohne sich auch nur annähernd zu verausgaben. Durch seine 4 Tore am heutigen Tag dürfte Serhat Koruk die Torjägerkanone wohl nicht mehr zu nehmen sein. Glückwunsch an den erst 19 Jahre alten Topstürmer, der für die neue Saison einen Profivertrag bekommen hat.

In Urbach kann es jetzt nur darum gehen, diese schlimme Packung zu verarbeiten, bzw. möglichst schnell zu vergessen.

Coach Bartsch und sein Team müssen wieder zueinander finden, damit konzentriert alle Kräfte gebündelt werden können um die kommenden Aufgaben gegen die direkten Mitabstiegskandidaten anzugehen. Sollte das nicht gelingen wird der schwere Gang in die Kreisliga A unvermeidbar sein.

Der RSV Urbach spielte in folgender Aufstellung:

Niklas Kromen, Sven Czakalla, Nico Müller (23. Veton Balaj), Paul Sobczyk, Tulga Batur (46. Daniel Mackedanz), Mirco Cwikowski, Dustin Winterscheid, Valentin Stamboliev, Sascha Gesell, Andreas Kreusch und Muamer Meric