RSV schägt Bergisch-Gladbach verdient mit 1:0

Die Begegnung war wichtig für den RSV, sogar sehr wichtig. Nimmt man dann noch den unerwarteten Erfolg des VfR Wipperfürth beim 1. FC Spich mit in die Betrachtung hinein dann war der Sieg gegen den Tabellenletzten fast schon überlebenswichtig.

Die 1:13 Klatsche vom vergangenen Wochenende war abgehakt und RSV-Coach Daniel Bartsch hatte den Fokus ausschließlich auf die heutige Begegnung gerichtet und sehr zielgerichtet trainieren lassen.

Nach dem Rücktritt von Tulga Batur nahm Veton Balaj dessen Position in der Sturmspitze ein. Noah Gilles war nach seiner Rotsperre wieder mit an Bord und im Tor spielte diesmal Maxim Albov an Stelle von Niklas Kromen.

Von Beginn an spielten die Urbacher wesentlich konzentrierter als die Gäste und die Spielanteile waren eindeutig verteilt. Paul Sobczyk, Muamer Meric und Valentin Stamboliev hatten Unmengen an Ballkontakten, der letzte entscheidende Pass konnte jedoch einfach nicht an den Mann (Stürmer) gebracht werden.

Bergisch Gladbach brachte überhaupt nichts zustande, der Auftritt war dem eines Absteigers würdig.

Es dauerte bis zur 18. Minute ehe die Urbacher die erste wirklich dicke Chance hatten. Ein schön vorgetragener Angriff über die rechte Seite, eine tolle Hereingabe von Sascha Gesell und ein Abschluss von Veton Balaj per Knie. Knapp vorbei, aber die rund 100 Zuschauer waren nun richtig wach.

Von den Gästen war weiterhin nichts zu sehen und es dauerte bis zur 35. Minute ehe Schlussmann Albov erstmalig gefordert wurde.

Veton Balaj, der heute unermüdlich rackerte und eine sehr ordentliche Leistung an den Tag legte, wäre beinahe kurz vor dem Pausenpfiff belohnt worden. Einen Eckball von Meric nahm der Mittelstürmer volley an und sein Schuss zischte knapp über den Querbalken.

In der Halbzeitpause vernahm man aus der Gästekabine laute Schreie des Trainers, das war wohl ein Anschiss vom Allerfeinsten.

Geholfen hat es allerdings nicht wirklich, denn auch in der zweiten Spielhälfte war das Auftreten der Bergischen eine einzige Enttäuschung.

Urbach war klar überlegen, verpasste es jedoch ein Tor zu erzielen. Der letzte Ball wollte einfach nicht durchkommen. Kapitän Andi Kreusch gelang es jedoch dafür zu sorgen, dass keine Hektik aufkam. Als sich dann Valentin Stamboliev in der 70. Minute ohne gegnerische Einwirkung das Knie verdrehte, war das so etwas wie der letzte Weckruf!

Für ihren verletzten Kameraden, die besten Genesungswünsche von dieser Stelle aus, warfen die Urbacher nochmals alles in die Waagschale.

Der Einsatzwille wurde belohnt! Balaj spielte den eingewechselten Mirco Cwikowski wunderbar frei und der Youngster konnte von Erkan Aras nur noch durch ein Foul gestoppt werden. Schiedsrichter Francisco Lahora Chulian entschied auf Strafstoß und zeigte Aras die rote Karte.

Wie selbstverständlich nahm sich Balaj den Ball, ließ sich auch durch Spielchen der Gladbacher nicht verrückt machen und erzielte in der 80. Minute den längst fälligen Führungstreffer für den RSV Urbach.

Der Jubelsturm tobte wie ein Orkan durch die Bruckner-Arena und ein weiterer Treffer lag in der Luft. In der 87. Minute scheiterte Daniel Mackedanz mit einem Kopfball an Schlussmann Fiegler und in der Schlussminute wurde ein weiteres Tor von Balaj wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt.

Auch die Gäste schossen noch einmal aufs Tor aber Albov war auf seinem Posten und konnte die Null halten.

Nach dem Schlusspfiff dann riesige Erleichterung auf Urbacher Seite und lange Gesichter bei den 09-ern, die nun auch rechnerisch abgestiegen sind.

Coach Bartsch gab seinen Jungs eine befristete Feiererlaubnis, seine Konzentration gilt aber jetzt schon dem kommenden Wochenende.

Die Partie beim VfR Wipperfürth wird zwar noch keine Entscheidung über den Klassenerhalt bringen aber ein Punktgewinn muss für den RSV das Minimalziel sein.

Der RSV Urbach spielte gegen Bergisch Gladbach mit folgender Aufstellung:

Maxim Albov, Sven Czakalla, Paul Sobczyk, Noah Gilles (66. Aykut Demircioglu), Veton Balaj, Valentin Stamboliev (70. Mirco Cwikowski), Sascha Gesell, Andreas Kreusch, Dominik Krauskopf (82. Daniel Mackedanz) und Muamer Meric