Urbach verliert erhobenen Hauptes gegen Schlebusch

Die 1:3 Niederlage gegen die unangefochtene Top-Mannschaft der Liga war ohne Zweifel verdient, aber der RSV Urbach zeigte eindeutig, dass noch Leben in der Mannschaft steckt.
Unter der Woche war mal wieder viel los an der Urbacher Brucknerstraße. Nach dem 0:5 Debakel der Vorwoche in Westhoven einigte man sich auf eine sofortige Beendigung der Zusammenarbeit mit Trainer Daniel Bartsch und die Kommandobrücke übernahmen Michael Cwikowski und Tobias Lösing.
Für die beiden war es eine Herzensangelegenheit dem RSV zu helfen und sie fanden wohl auch direkt den richtigen Ton der Mannschaft gegenüber.
Von Beginn an war ein klares Konzept zu erkennen, jeder Spieler wusste genau was er zu tun hatte und die notwendige Anspannung bei den Akteuren war mit dem Anpfiff da.
Trotzdem war es der Gast aus Schlebusch, der von Beginn an deutlich machte, warum man den Spitzenplatz in der Tabelle innehat. Sicheres Passspiel, hohe Laufbereitschaft, man merkte sehr schnell, dass hier eine absolute Spitzenmannschaft zu Gast war. Schlebuschs Trainer Stefan Müller hatte sein Team auf mehreren Positionen verändert, einen wirklichen Abbruch tat dies der Qualität jedoch nicht. Bereits in der vierten Minute hätte der Gast in Führung gehen können, aber Marcel Schulz spitzelte eine Hereingabe von der rechten Seite knapp am Pfosten vorbei.
In der Folgezeit hatten die Schlebuscher dann zwar deutlich mehr Ballbesitz als die Hausherren, den Urbachern gelang es jedoch weitestgehend durch ihr kontrolliertes Abwehrverhalten den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten.
Wie so oft war es dann ein Fehler, der zum Führungstreffer führte. Nach einem Angriff über die rechte Seite kam der Ball in Tornähe, wo sich Dennis Fey und Schlussmann Maxim Albov nicht einig waren, wer denn nun die Kugel aus der Gefahrenzone bugsieren sollte. Tobias Grützner nutzte das eiskalt aus und kam irgendwie an den Ball, der dann zwischen Pfosten und einigen Beinen den Weg ins Netz fand.
Der SVS legte sofort nach und erzielte keine drei Minuten später den zweiten Treffer. Erneut war es der 20-jährige Grützner, der eine Flanke von rechts völlig unbedrängt verwerten konnte. Anders als bei vielen anderen Begegnungen ließen die RSV-Akteure nun aber nicht die Köpfe hängen sondern hielten weiter dagegen.
Bis zur Pause waren die Leverkusener aber weiterhin am Drücker. Albov musste schon sein ganzes Können aufbieten um einen höheren Rückstand zu verhindern. In der 32. Minute wehrte er einen strammen Schuss aus halblinker Position ab und in der 35. Minute parierte er einen Elfmeter von Yannik Raufeiser, den Aykut Demircioglu verursacht hatte.
Nach dem Seitenwechsel dann weiterhin das gleiche Bild. Schlebusch mit sehr viel Ballbesitz, sicherem Passspiel und Urbach mit konsequenter Defensivarbeit.
Ein schlechter Abstoß von Schlebuschs Schlussmann Joos Sandtner war dann so etwas wie ein Hallo-Wach-Effekt. Veton Balaj reagierte schnell, fing den Ball ab und schoss über den Keeper hinweg den Anschlusstreffer zum 1:2
Der RSV verfiel nun jedoch nicht in planloses Offensivspiel, sondern behielt seine Linie bei, hoffend auf einen Konter oder eine weitere Unachtsamkeit.
Der Tabellenführer ließ sich ebenfalls nicht aus der Ruhe bringen und kam seinerseits immer mal wieder zu Chancen, die aber nicht genutzt werden konnten.
So um die 75. Minute herum setzte sich der RSV tatsächlich sogar für einige Minuten in der Schlebuscher Hälfte fest, konnte jedoch keinen Treffer mehr erzielen.
Besser machte es Sven Wilk, der in der 82. Minute die Begegnung endgültig zu Gunsten des SVS entscheiden konnte. Eine Flanke von der linken Seite köpfte er sehr gefühlvoll über Albov hinweg zum 1:3 in die Maschen des Urbacher Kastens.
Als der souveräne Schiedsrichter Francisco Lahora Chulian die Begegnung abpfiff gab es auf Schlebuscher Seite Freude über den 16. Sieg in Serie und beim RSV Urbach durchaus Optimismus im Hinblick auf die restlichen Saisonspiele.
Nächsten Sonntag schon soll bei den Sportfreunden in Troisdorf gepunktet werden.
Aufgegeben hat man sich noch nicht im dramatischen Abstiegskampf.

Der RSV Urbach spielte gegen Schlebusch mit folgender Aufstellung:
Maxim Albov, Alex Manns, Dennis Fey, Paul Sobczyk, Mirco Cwikowski (75. Patrick Wasilewski), Veton Balaj (85. Daniel Mackedanz), Aykut Demircioglu, Sascha Gesell, Andreas Kreusch, Dominik Krauskopf (59. Tim Lange) und Muamer Meric