Urbach ohne Biss und Esprit beim SV Bergfried

Der 3:0 (2:0) Erfolg der Leverkusener im mit Spannung erwarteten Kellerduell war hochverdient und zu keiner Zeit gefährdet.

Der SV Bergfried konnte seinen Aufwärtstrend fortsetzen und nach dem Sieg gegen Stammheim erneut einen wichtigen Dreier einfahren.

Auf Urbacher Seite machte sich hingegen nach dem Spiel große Enttäuschung und Ratlosigkeit breit.

Hatte man in der Vorwoche gegen den SC West noch eine sehr ansehnliche Vorstellung geboten, so war der Auftritt am Höfer Weg eine einzige Katastrophe.

Bereits zum wiederholten Male in dieser Saison verschliefen die Urbacher den Beginn einer Partie vollends. Bergfried attackierte sofort jeden Ball mit hoher Laufbereitschaft und fairer Aggressivität, die Urbacher Spieler reagierten nur und schauten mehr oder weniger tatenlos zu. Trainer Michael Cwikowski hatte im Vorfeld zig mal darauf hingewiesen wie wichtig ein guter Start in die Partie ist, vielleicht wäre für einige Akteure der Zusatzhinweis wichtig gewesen, dass man dafür aber auch etwas investieren muss.

Bereits die erste Chance in der 3. Minute durch einem Kopfball und der Führungstreffer zum 1:0 in der 5. Minute durch einen fulminanten Schuss von Kevin Sivakumar versetzten die lautstarken Fans des SV in einen Freudentaumel. Die Urbacher Kopflosigkeit ausnutzend verwandelte Daniel Hillebrands anschließend auch noch einen Eckball direkt und erzielte mit diesem Kunstschuss in der 9. Minute das 2:0

Torwart Niklas Kromen und seine Vorderleute sahen hierbei sehr orientierungslos aus.

Es wurde sehr deutlich, dass der RSV Urbach nur schwerlich in der Lage sein würde, die Ausfälle von Goalgetter Peter Schröder sowie den Kreativspielern Muamer Meric und Paul Sobczyk zu kompensieren. Zu allem Überfluss musste auch noch Bene Habroune kurz vor dem Anpfif das Handtuch schmeißen weil die Schmerzen einer angebrochenen Rippe einfach zu groß waren und einen Einsatz nicht zuließen.

In der Folgezeit hatten die Gäste zwar etwas mehr Spielanteile, echte Chancen ergaben sich jedoch keine. Diese hatte aber in schöner Regelmäßigkeit der SVB. Nach einem Ballverlust von Kapitän Kreusch musste Kromen spektakulär klären (25.) und Sivakumar hätte in der 38. Minute eigentlich treffen müssen, verzog jedoch knapp.

Urbach wurde dann von Schiedsrichter Kiriakos Makris nochmal ins Spiel gebracht als dieser in der 43. Minute den Leverkusener Luca Kühn wegen wiederholtem Foulspiel mit gelb-rot vom Platz stellte. Eine vertretbare Entscheidung, die aber, das sei schon vorweggenommen, keinen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Partie nehmen sollte.

Der RSV startete zwar mit einem guten Angriff in die zweite Hälfte, aber bereits im Gegenzug musste Kromen einen gefährlichen Schuss aus 14 Metern parieren.

Bergfried stand gut gestaffelt, wartete geduldig ab und die Urbacher überboten sich in Ideenlosigkeit und die Torgefahr war gleich null. Die Chronistenpflicht verlangt es, zwei Weitschüsse von Roman Borger und Vlady Shykhov zu erwähnen, die Torwart Dominique Mittenzwei aber vor keinerlei Probleme stellten.

Die Krönung dann das abschließende 3:0 in der 71. Minute durch Thorsten Sperlich. Ein Freistoß aus dem Halbfeld wird trotz Überzahl von allen Urbachern ignoriert und Sperlich kann ungehindert vollenden. Dank der von Fupa-TV durchgeführten Aufnahmen kann man in aller Deutlichkeit die Fehler der Hintermannschaft erkennen.

Die aktuellen Punkteabstände in der Tabelle sind sicherlich noch überschaubar, aber für den RSV Urbach wird es langsam Zeit.....

Nächste Woche kommt mit dem TuS Stammheim eine Mannschaft an die Brucknerstraße die unbedingt geschlagen werden sollte, will man nicht endgültig in den Abstiegskampf einsteigen.

Urbach spielte beim SV Bergfried Leverkusen in folgender Aufstellung:

Niklas Kromen, Andreas Kreusch, Sven Czakalla, Daniel Mackedanz (46. Sascha Gesell), Nico Müller, Mirco Cwikowski (70. Roman Borger), Alex Manns, Aykut Demircioglu, Marvin Nimmesgern, Vladyslav Shykhov und Dominik Krauskopf (79. Mert Kücükbülut)