Urbach beschmutzt Flittards weiße Weste

In einem kampfbetonten Spiel trotzte der RSV Urbach dem Tabellenführer aus Flittard ein 1:1 Unentschieden ab. Nach zehn Siegen in Folge waren dies die ersten Punktverluste für die Truppe von Benjamin Schiebahn, die trotzdem aber souveräner Tabellenführer bleiben. Von Beginn an war sofort Feuer im Spiel. Urbach spielte munter mit und schon in der 3. Minute der erste Aufreger. Patryk Wasilewski setzte sich in zentraler Position gut durch und konnte von Sascha Schwiening nur noch durch ein Festhalten gestoppt werden. Schiedsrichter Athanasios Bantis entschied sofort auf Freistoß und zeigte dem Flittarder Akteur die rote Karte. Beflügelt durch die numerische Überzahl hatte Wasilewski in der 5. Minute eine gute Einschussmöglichkeit, traf den Ball aber nicht richtig und Schlussmann Lars Offermann konnte die Situation entschärfen.

In der Folgezeit verlief die Begegnung eher schleppend. Urbach riskierte nicht zu viel und legt Wert auf eine sichere Defensive. Flittard war eindeutig stärker in den Zweikämpfen, konnte aber nach vorne keine Akzente setzen.

Einer der Zweikämpfe hatte in der 14. Minute leider einen sehr unglücklichen Ausgang für den RSV-Spieler Roman Borger, der sich sehr schwer am Ellenbogen verletzte und mit dem Rettungswagen in die Klinik gebracht werden musste. Von dieser Stelle die besten Genesungswünsche und der Hinweis, dass keinerlei Fremdverschulden vorlag bei dieser Aktion. Mert Kücükbülut kam für Borger ins Spiel und fügte sich gut ein.

Die nächste Torchance ließ dann bis zur 35. Minute auf sich warten, doch dieses Warten hat sich gelohnt für die Anhängerschaft der Schwarz-Weißen. Alex Manns erkämpfte sich den Ball an der Strafraumgrenze und bahnte sich seinen Weg in Richtung Flittarder Kasten und verwandelte eiskalt zur 1:0 Führung. Der anschließende Torjubel mit Flic Flac war ebenfalls sehenswert.

Bis zur Pause dann wieder das bekannte Bild mit geordneter Urbacher Defensivarbeit und einem Tabellenführer, der heute scheinbar nicht die richtigen Ideen im Gepäck hatte.

Zu Beginn der zweiten Hälfte schien es so, dass die Gäste jetzt richtig Gas geben wollten, denn nach nur 40 Sekunden kam Tim Weyers bereits zum Schuss und verzog nur knapp.

Es entwickelte sich immer deutlicher ein Plus an Spielanteilen für die SpVg. Flittard und als in der 58. Minute der personelle Gleichstand hergestellt wurde (Wasilewski erhielt gelb-rot für ein absolut dämliches taktisches Foulspiel) sah es sehr danach aus, dass es nichts werden würde mit der Überraschung im Autohaus-Schmitz-Sportpark.

In der 68. Minute musste Urbachs Schlussmann Niklas Kromen gleich zweimal sein Können zeigen um den Ausgleich zu verhindern.

In der 75. Minute war es dann vermeintlich soweit. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt weil ein Flittarder Stürmer zu Fall gebracht wurde. Der Assistent an der Linie hatte jedoch den Mumm seinen Hauptschiedsrichter darauf hinzuweisen, dass der Tatort außerhalb des Strafraums lag. Das Gespann zeigte insgesamt eine sehr starke Leistung, Schiedsrichter Bantios zog seine etwas kleinliche Linie konsequent durch und die Assistenten machten ihre Sache ebenfalls sehr gut. Bei einigen kniffligen Aktionen lagen sie wohl meistens richtig.

Die Aufregung hatte sich noch nicht ganz gelegt, da rappelte es dann doch im Urbacher Kasten. Michael Glombik hatte aus halblinker Position knallhart abgezogen und die Kugel schlug im kurzen Eck ein. Flittard wollte nun unbedingt den Sieg, zeigte aber ungewohnte Abschlussschwächen und schwächte sich dann erneut selbst. In der 83. Minute attackierte Artur Hoffmann den Urbacher Torwart regelwidrig und bekam die Ampelkarte. Kromen musste nach der Aktion verletzt das Feld verlassen und Nick Nollen übernahm seine Position. Fast wäre den Urbachern sogar noch der Siegtreffer gelungen, aber der eingewechselte Gjelbrim Aliti verpasste bei einem Konter das Abspiel auf den mitgelaufenen und völlig frei stehenden Vlady Shykhov.

So blieb es am Ende beim 1:1, was durchaus in Ordnung geht.

Urbach tankte durch diesen Punktgewinn Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben und Flittard wird sich mit Sicherheit nicht aus dem Konzept bringen lassen beim Unternehmen Aufstieg.

Urbach spielte in folgender Aufstellung:

Niklas Kromen (86. Nick Nollen), Roman Borger (16. Mert Kücükbülut), Andreas Kreusch, Nico Müller, Patryk Wasilewski, Mirco Cwikowski (57. Gjelbrim Aliti), Alex Manns, Bene Habroune, Aykut Demircioglu, Marvin Nimmesgern und Vladyslav Shykhov