Urbach kommt gewaltig unter die Räder

Was für eine Ernüchterung, was für eine Enttäuschung! Nach dem Achtungserfolg beim 1:1 gegen Flittard in der Vorwoche gab es für die Jungs von Coach Michael Cwikowski eine deftige Abreibung beim Aufsteiger aus dem Kölner Norden.

Nach einer torlosen ersten Hälfte brachen alle Dämme und die Pescher spielten zum Schluss Katz und Maus mit den Gästen.

Dabei hatte eigentlich alles gut angefangen für die Urbacher. Es wurde konzentriert aus der Abwehr herauskombiniert und nach 13 Minuten hatten der RSV schon sieben Ecken auf seinem Konto. Das Plus an Spielanteilen wurde immer deutlicher und es entwickelten sich nach und nach auch Möglichkeiten zum Torerfolg.

Alex Manns verpasste in der 13. Minute eine scharfe Hereingabe von Dominik Krauskopf nur ganz knapp und Krauskopf selbst scheiterte in der 19. und 20. Minute auch nur um Zentimeter.

Die Hausherren waren in der Anfangsphase wie gelähmt und recht ideenlos in der Spielgestaltung. Immer wieder lange Bälle ließen wenig Hoffnung auf Besserung aufkommen.

Trotzdem wäre ihnen in der 24. Minute beinahe der Führungstreffer geglückt, als Kevin Nöthgen nach einem Fehler der Urbacher Hintermannschaft plötzlich freie Bahn hatte und auf Niklas Kromen zulief. Er machte eigentlich alles richtig, umkurvte auch noch den Keeper, der Winkel war dann aber so schlecht, dass er die Kugel nur an den Außenpfosten schoss.

Dieser Angriff war aber so etwas wie ein Weckruf, denn der FC Pesch spielte fortan deutlich besser, ohne jedoch zu glänzen oder zu klaren Chancen zu kommen.

Die Trainer beider Teams hatten mit Sicherheit genug Kritikpunkte, die es in der Halbzeitpause zu besprechen gab.

Nach der Pause entwickelte sich dann ein ganz anderes Spiel. Pesch brauchte eine kleine Anlaufphase und erzielte dann in der 53. Minute die Führung durch Marcel Ferber. Nach einer Unachtsamkeit stand der Elfer plötzlich völlig frei vor Kromen und hatte keine Mühe zum 1:0 einzuschieben.

Nur zwei Minuten später waren die Hausherren wieder durchgebrochen und konnten nur durch ein Foulspiel an der Strafraumgrenze gestoppt werden. Nico Bähner sah die Lücke in der schlecht postierten Mauer und verwandelte eiskalt zum 2:0 für den FC Pesch.

Der RSV Urbach bäumte sich noch einmal auf und beinahe wäre Alex Manns nur eine Minute später der Anschlusstreffer gelungen. Sein Schuss war aber nicht platziert genug, so dass Schlussmann Marius Bertermann keine Probleme hatte diesen abzuwehren.

Nach rund einer Stunde konnte Kromen dann zunächst noch einen Gewaltschuss stark parieren um dann eine Minute später nach dem folgenden Eckball erneut hinter sich greifen zu müssen. Denis Zettelmann schlenzte die Kugel per Direktabnahme unhaltbar in den Giebel zum 3:0

Die Partie war entschieden, leider hat das bei einigen Urbacher Spielern den Frust etwas überkochen lassen. Dem sehr starken Schiedsrichter Philipp Bergemann ist es zu verdanken, dass es zu keiner richtigen Eskalation kam. Mit seiner souveränen und ruhigen Art brachte er wieder Ruhe rein, auch weil er nicht unbedingt alles hören wollte was von den Spielern gesagt wurde.....

Pesch spielte es nun stark zu Ende, kaum ein Zweikampf ging verloren, der Einsatz stimmte trotz der hohen Führung zu 100% und die Treffer zum 4:0 und 5:0 durch Christopher Kamien (78. und 82. Min.) fielen folgerichtig.

Der RSV Urbach hatte sich aufgegeben und schwächte sich dann auch noch selbst als Aykut Demircioglu in der 85. Minute nach einem dummen Foulspiel die Ampelkarte bekam und so die Personalprobleme nochmals unnötig verschärfte.

Gegen Mülheim Nord geht es am kommenden Wochenende im Kellerduell um ganz wichtige Punkte.

Die Mannschaft von Walter Folchitto hingegen hat sich im oberen Bereich der Tabelle festgesetzt und kann mehr als zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf sein.

Urbach verlor beim FC Pesch in folgender Aufstellung:

Niklas Kromen, Andreas Kreusch, Nico Müller, Paul Sobczyk, Fabio Grün (71. Sven Czakalla), Alex Manns, Bene Habroune, Aykut Demircioglu, Vladyslav Shykhov, Dominik Krauskopf (63. Daniel Mackedanz) und Gjelbrim Aliti (63. Mirco Cwikowski)