Punkteteilung im Abstiegskampf

In der vorgezogenen Begegnung des ersten Rückrundenspieltags trennten sich der RSV Urbach und der SC Holweide 1:1 unentschieden. Dieses Remis hilft keinem der beiden Teams wirklich weiter und beide Trainer haben nun eine Menge Arbeit vor sich um in der Vorbereitung die Basis für eine erfolgreichere Rückrunde zu schaffen.

Das Flutlichtspiel im Autohaus-Schmitz-Sportpark lockte bei Temperaturen um die 6 Grad rund 50 Zuschauer an, darunter viel Prominenz aus dem Kölner Amateurfußball.

Urbachs Coach Michael Cwikowski forderte von seiner Mannschaft unbedingt eine Reaktion auf den doch recht schwachen Auftritt in der Vorwoche gegen Schlebusch.

Das Personalkarussel drehte sich mal wieder, denn Niklas Kromen (krank), Sascha Gesell und Dominik Krauskopf (beide beruflich verhindert) standen nicht zur Verfügung und auch Patryk Wasilewski konnte aufgrund muskulärer Probleme nicht von Beginn an auflaufen.

Im Hinspiel zu Saisonbeginn agierten die Holweider sehr oft mit langen Bällen und stellten den RSV damit vor erhebliche Probleme.

Das sollte diesmal unbedingt vermieden werden und auch Mario Schwarz sollte unter Kontrolle gebracht werden, was im Hinspiel völlig missglückte.

Die Begegnung lief nur sehr langsam an. Urbach mit erkennbarer Nervosität und Holweide durchaus darauf bedacht sich nicht hinten reinzustellen, sondern aktiv am Spiel teilzunehmen. Nach einer knappen Viertelstunde hätte dann auch der Führungstreffer für die Gäste fallen müssen, als sie nach einem Eckball gleich zwei mal aus kürzester Distanz frei zum Schuss kamen, das Tor aber verfehlten.

Urbach hatte kleinere Möglichkeiten in der 16. und in 19. Minute, jubeln durften dann aber doch die Spieler des SC Holweide. In der 21. Minute wurde einer der bereits erwähnten langen Bälle gespielt, die Zuordnung fehlte und zu allem Überfluss kam Torwart Nick Nollen aus seinem Kasten gelaufen, so dass Tobias Woryna keine Mühe hatte mit einem Heber die 1:0 Führung zu erzielen.

Nach diesem Treffer war der RSV völlig von der Rolle und es ergaben sich Chancen für die Gäste fast im Minutentakt. In dieser Phase hätten sie den Sack eigentlich zu machen müssen, durch die fehlende Treffgenauigkeit blieb der RSV Urbach jedoch weiter im Spiel.

Zur zweiten Halbzeit brachte Cwikowski dann recht früh den jungen Jerfi Ak für Daniel Mackedanz. Es war das Debüt für den A-Jugendlichen im Seniorenfußball und AK ist nach Fabio Grün und Emre Polat bereits der dritte Spieler aus der Jugendabteilung der hochgezogen wurde in die erste Mannschaft.

Urbach entwickelte nun mehr Druck und der Ausgleich lag durchaus in der Luft.

In der 57. Minute zappelte der Ball dann aber plötzlich im Kasten von Nollen. Ein wunderschöner Angriff wurde perfekt abgeschlossen, dachte man....

Schiedsrichter Tim Türk überstimmte jedoch aus unerklärlichen Gründen seinen Linienrichter Anton Rat, der zu Recht kein Abseits angezeigt hatte (Videoaufnahmen beweisen wohl die Korrektheit des Treffers)

Es sollte nicht die letzte Aktion sein in der der Unparteiische auf sich aufmerksam machte.

Zunächst aber fiel in der 68. Minute der längst fällige und verdiente Ausgleich. Bene Habroune wurde mustergültig von Paul Sobczyk angespielt und traf aus kurzer Distanz ins kurze Eck zum 1:1

Der RSV wollte nun unbedingt gewinnen und vernachlässigte dabei das Abwehrverhalten ein ums andere mal. Nollen musste mehrfach stark parieren und hielt so das Unentschieden weiter fest.

Ab der 75. Minute waren die Urbacher dann in Unterzahl weil sich Fabio Grün am Oberschenkel verletzte und das Auswechselkontingent schon erschöpft war.

Trotzdem ergaben sich noch Möglichkeiten zum Siegtreffer für Urbach.

Die beste hatte Emre Polat mit einem Schuss aus rund 18 Metern, der sein Ziel jedoch knapp verfehlte.

In der Schlussminute gab es dann nochmals richtig Aufregung als Wasilewski auf dem rechten Flügel durchgebrochen war und vom herauseilenden Keeper Justin Stauner rustikal zu Fall gebracht wurde. Jeder hat es gesehen und gehört, nur Schiedsrichter Türk hatte mal wieder eine andere Wahrnehmung und entschied auf weiterspielen. Wasilewski wurde mit einer schweren Verletzung vom Feld getragen und Mannschaftskollege Aykut Demircioglu bekam auf seine Nachfrage sofort die gelb-rote Karte gezeigt.

Mit dieser Situation und dem nicht gegebenen Tor machte sich Türk sein eigentlich gutes Spiel kaputt. Gestandene Größen der Kölner Schiedsrichterzunft hatten dann auch nur ein Kopfschütteln übrig und wunderten sich über das arrogante Auftreten des eigentlich sehr guten Schiedsrichters.

Wie auch immer, mit drei Mann weniger brachte der RSV Urbach dann auch noch die Nachspielzeit über die Runden und es blieb beim letztlich gerechten 1:1

Urbach spielte mit folgender Aufstellung:

Nick Nollen, Andreas Kreusch, Daniel Mackedanz (52. Jerfi Ak), Paul Sobczyk, Mirco Cwikowski (75. Patryk Wasilewski), Fabio Grün, Alex Manns (75. Emre Polat), Bene Habroune, Markus Geis, Aykut Demircioglu und Vladyslav Shykhov