Gremberg-Humboldt düpiert den RSV Urbach in der 2. Hälfte

Dem SV Gremberg Humboldt ist mit dem 4:1 Erfolg gegen den RSV Urbach der perfekte Start in die Rückrunde gelungen. Am Ende war es auch ein verdienter Sieg obwohl es in der ersten Hälfte überhaupt nicht danach aussah.

Die Gäste aus Porz waren die klar bessere Mannschaft und diktierten das Geschehen nahezu nach Belieben. Immer wieder kamen die Schwarz-Weißen gefährlich vor den Kasten von Dominik Wördemann. Neuzugang Fabian Mehring scheiterte in der 13. und 20. Minute jeweils nur knapp und Peter Schröder lief in der 38. Minute alleine auf den Keeper zu, konnte Wördemann aber auch nicht überwinden.

Von den Hausherren war in der ersten Hälfte nicht viel zu sehen. Ein harmloser Kopfball von Stephan Mende in der 30. Minute und eine halbwegs gefährliche Ecke kurze Zeit später, das war es eigentlich.

Eigentlich, denn in der 45. Minute folgte ein Galaauftritt von Routinier Stephan Mende, welcher die Zuschauer im Stadion an der Lenzwiese nahezu in Ekstase versetzte.

Der fast 34-jährige setzte sich auf engstem Raum gegen fünf Urbacher Spieler durch und fand dann auch noch den frei stehenden Mitspieler, der keine Mühe hatte die Kugel aus rund einem Meter über die Linie zu bugsieren. Das Ergebnis stellte den Spielverlauf völlig auf den Kopf und Cwikowski war bedient weil sich seine Jungs so einfach übertölpeln ließen.

Die Frage war jetzt, ob die Gäste in der Lage sein würden, gedanklich wieder bei null anzufangen.

Nehmen wir es vorweg. Sie waren es nicht.

Beflügelt durch den Treffer kurz vor dem Pausenpfiff agierten die Hausherren nun viel befreiter und legten schon in der 50. Minute nach. Nach einer schönen Kombination durch die Mitte stand es 2:0 und nur eine Minute später rettete der Pfosten.

Urbach war nun völlig von der Rolle und die Gremberger spielten wie in einem Rausch. Angriff über Angriff rollte auf das von Niklas Kromen gehütete Tor und der Treffer zum 3:0 in der 55. Minute war die logische Konsequenz der massiven Angriffswellen.

Es ging immer weiter in eine Richtung und schon vor dem 4:0 (Elfmeter in der 67. Minute) hätten weitere Tore fallen können.

Der eingewechselte Alex Manns betrieb dann in der 79. Minute ein wenig Ergebniskosmetik für den RSV Urbach, als er mit einem Sonntagsschuss aus 22 Metern den Ehrentreffer zum 1:4 markierte.

Was dann in der 80. Minute folgte war ein typisches Beispiel für eine völlig unnötige „Kreisklasseneskalation"

Urbachs Aykut Demircioglu und Stephan Mende (der mit dem Ball und Gegner tanzte in der 45. Minute) entfachten im Mittelfeld ein Wortgefecht , welches mit einer gelben Karte für Demircioglu und dem roten Karton für Mende endete. Der souveräne Schiedsrichter Yannik Diebel bewertete die Situation wohl richtig, da Mende sich etwas zu sehr im Ton vergriffen hatte. Der daraufhin folgende Ausraster war jedoch einfach nur peinlich und nicht schön anzusehen.

Nach der Begegnung gaben sich die Streithähne zwar die Hand zur Versöhnung, aber eigentlich war die ganze Situation völlig überflüssig.

Die Gremberger kletterten durch diesen Erfolg auf den 7. Platz in der Tabelle und können am nächsten Wochenende mit breiter Brust zum Tabellenprimus nach Flittard fahren. Der RSV Urbach bleibt auf Platz 14 und kann froh sein, dass auch die Mannschaften von Holweide und Ehrenfeld sieglos blieben.

Nächsten Sonntag kommt Rheinkassel-Langel mit einer 7:2 Referenz aus der Begegnung gegen Bergfried Leverkusen als Gast an die Brucknerstraße.

Der RSV Urbach spielte gegen Gremberg-Humboldt mit folgender Mannschaft:

Niklas Kromen, Andreas Kreusch, Muhammet Yildirim, Bene Habroune, Aykut Demircioglu, Fabian Mehring, Vladyslav Shykhov, Peter Schröder (75. Denis Bernardo), Fabio Grün (63. Mirco Cwikowski), Dominik Krauskopf (53. Alex Manns) und Pasquale Consiglio