Urbach versagt beim 1:3 in Stammheim

Es sollte der Beginn eines tollen Saisonendspurts für den RSV Urbach werden, herausgekommen ist eine peinliche 1:3 Schlappe beim TuS Stammheim.
Die Begegnung war insgesamt auf unterstem Kreisliganiveau, wobei die Hausherren zumindest kämpferisch alles in die Waagschale warfen.
Der RSV Urbach hingegen muss sich nach dieser völlig desolaten Vorstellung nun ganz konkret mit dem Thema Abstieg beschäftigen.
Alles schönreden hilft da nicht mehr, denn eine Tabelle spiegelt nach einem 25. Spieltag selten ein völlig falsches Bild wider.
Die Platzverhältnisse in Stammheim waren, gelinde gesagt, eine einzige Katastrophe.
Urbach wollte das jedoch nicht wahrhaben und versuchte sich ständig mit Kurzpässen um ins Spiel zu kommen. Kaum ein Ball der nicht versprang, aber es erfolgte einfach keine Reaktion auf diesen Umstand.
Wie schon in den vergangenen Saisonspielen auf diesem Untergrund machte sich der RSV durch diese riskante Spielweise das Leben unnötig schwer.
Der 1:0 Führungstreffer für den TuS Stammheim in der 12. Minute fiel nach einem Missverständnis zwischen Torwart Niklas Kromen und Vlady Shykhov, der einen Ball per Direktabnahme weiterleiten wollte und seinen Keeper in Bedrängnis brachte. Kromen traf jedoch eine nicht unerhebliche Mitschuld, denn sein Zuspiel in die Füße von Erkul Erdogan sah auch nicht besonders gekonnt aus. Dem Stammheimer Stürmer war das ziemlich egal und er schob die Kugel locker aus 18 Metern ins leere Tor ein.
Urbach fand jedoch in die Begegnung zurück und in der 22. Minute konnte Shykhov sein kleines Missgeschick wieder gutmachen. Nach einem Zuspiel von Bene Habroune fasste er sich ein Herz und drosch die Kugel aus rund 25 Metern in den Giebel des von Denis Bilstein gehüteten Tores.
Insgesamt ging dieser Spielstand zum Ende der ersten Halbzeit in Ordnung, Urbach hatte noch eine Möglichkeit durch Peter Schröder (30.) und Stammheims Rene Wortmann hatte in der 45. Minute die Führung auf dem Schlappen, verzog jedoch knapp.
Zur zweiten Halbzeit brachte Urbachs Coach Mladen Drmonjic Valentin Stamboliev für den angeschlagenen Dominik Krauskopf.
In der Anfangsphase übte Stammheim etwas mehr Druck aus ohne jedoch Torgefahr erzeugen zu können. Die Urbacher reagierten zunächst nur und überboten sich in einer wahren Fehlpassorgie. Erst nach rund einer Stunde ergaben sich wieder ein paar halbwegs vernünftig anzusehende Angriffe auf beiden Seiten, Gefahr vor den Toren jedoch weiterhin Fehlanzeige.
Stammheim spielte weiterhin kompromisslosen Aschenplatzfußball mit langen Bällen und ohne jegliches Risiko, Urbach glaubte weiter an seine technischen Fertigkeiten und fand diese nicht.
Etwas glücklich, wenn auch nicht ganz unverdient, dann der Führungstreffer für die Hausherren in der 82. Minute. Eine Flanke von Florian Juncker wurde länger und länger und fand, noch unterstützt vom teilweise sehr böigen Wind, ihren Weg über Niklas Kromen hinweg ins Tor zum 2:1
Auch bei dieser Situation sah der Urbacher Schlussmann nicht glücklich aus, wie auch kurze Zeit später beim entscheidenden Treffer zum 3:1
Nachdem die Urbacher Defensive zum wiederholten Male die Platzverhältnisse ignorierten und ihren Torwart mit riskanten Rückpässen ins Spiel einbanden, wurde Kromen einfach von seinen Gegenspieler über den Haufen gerannt, nachdem er den Ball aus der Gefahrenzone geschlagen hatte. Schiedsrichter Marc Castendiek hatte seinen Blick schon weggedreht, so dass ihm das Foulspiel entgangen ist. Kromen lag verletzt außerhalb des Spielfeldes und die Begegnung lief weiter. Nutznießer war erneut Juncker, der den Ball aus 20 Metern ins leere Tor einschob.
Diskussionen über Unsportlichkeiten sind in dieser Situation müßig, auf der anderen Seite hätten die Urbacher wahrscheinlich auch nicht den Ball direkt ins Aus geschlagen. Die Situation war unübersichtlich, von dieser Seite daher auch kein Vorwurf an den Torschützen.
Das Spiel war entschieden und die Vorkommnisse in der Nachspielzeit eigentlich völlig überflüssig. Der eingewechselte Mirco Cwikowski foulte Osei Opoku nach verlorenem Laufduell, was dieser mit einem Griff Richtung Hals/Gesicht des Urbachers beantwortete. Die folgende Einlage von Cwikowski war vielleicht etwas theatralisch, die rote Karte für Opoku allerdings regelkonform.
Kurz danach war dann Schluss und die Urbacher verstanden nicht, warum sie diese Begegnung verloren hatten, wobei es eigentlich doch ganz einfach war.
Stammheim spielte trotz eines Durchschnittalters von sage und schreibe 31 Jahren so, wie man es auf Asche in der Kreisliga tun muss und Urbach wollte dem spielerisch entgegenwirken, was wieder mal, wie schon in Ehrenfeld und Gremberg nicht klappte!
Nächste Woche geht es nach Flittard zum Tabellenführer. Dort gibt es neben einer absoluten Spitzenmannschaft......... auch Kunstrasen.

Urbach spielte in Stammheim mit folgender Aufstellung:
Niklas Kromen, Marcel Otto, Andreas Kreusch, Sven Czakalla, Peter Schröder, Alex Manns, Bene Habroune, Aykut Demircioglu (77. Denis Bernardo), Vladyslav Shykhov, Dominik Krauskopf (46. Valentin Stamboliev) und Pasquale Consiglio (58. Mirco Cwikowski)